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Schallfenster

Als Systemlieferant für alle Gewerke rund um eine Glockenanlage gehört die Anfertigung und Montage von Schalljalousien in Turmöffnungen entsprechend den Empfehlungen des Beratungsausschusses für das deutsche Glockenwesen bereits seit jahrzehnten zu unserem Lieferumfang. Hierbei kommen dem Kunden alle Erfahrungen rund um die Schallabstrahlung aus Glockentürmen zu Gute.

Ansicht und Schnitte durch Schalljalousien

Schalljalousien aus Holz

(gemäß den Empfehlungen der "Ratschläge zur Verbesserung der Schallabstrahlung aus Glockentürmen", herausgegeben vom Beratungsausschuß für das deutsche Glockenwesen)

Wesentliches Kriterium für die Verbesserung der Schallabstrahlung ist nach den Empfehlungen die richtige Schallwirkung. Diese Wirkung des Glockenklangs ist dann richtig, wenn die Glocken als lauttönende Musikinstrumente Rufer in die Ferne sind und wenn gleichzeitig ihr Klang in der näheren Umgebung des Kirchturms nicht laut ist. Die Klangabstrahlung muß also so reguliert werden, daß sowohl eine gute Fernwirkung wie auch eine gedämpfte, angenehmere Nahwirkung erzielt wird. Letzteres ist besonders wichtig wegen der dem Glockenklang eigenen höheren Tonfrequenzen sowie der natürlichen Klöppelanschlaggeräusche. Insgesamt soll die Lautstärke die als angemessen ermittelten Werte von durchschnittlichen 80-85 dB (A) nicht überschreiten.

Unsere Jalousien-Konstruktion, eine Kombination aus Schall-Läden (Fernwirkung) und Schall-Blenden (Nahwirkung), erfüllt beide Forderungen. Sie besteht in der Normalausführung zunächst aus einem stabilen Rahmen, der die Turmöffnung ausfüllt. In die seitlichen Pfosten des Rahmens eingefräste Nuten, mit einem Neigungswinkel zwischen 10° und 25°, ermöglichen die schubladenartig herausnehmbare Aufnahme der einzelnen Jalousie-Elemente.

Solch ein Element setzt sich zusammen aus zwei 30mm starken Teilen,

  • dem ca. 150mm weit ausladenen Schall-Ladenbrett und
  • dem ca. 150mm hohen Schall-Blendenbrett, welches zum Turminnern hin durch kochfeste Verleimung und Messingschrauben senkrecht am Schall-Ladenbrett befestigt ist.

Zwischen den senkrechten Brettern verbleibt dann ein Schlitz für den Klangaustritt, so daß sich je lfd. Meter Turmöffnungshöhe etwa sechs Elemente ergeben, die von innen durch senkrechte Leisten gegen den Winddruck gesichert werden.

Bei sehr breiten Turmöffnungen wird der Rahmen durch zusätzliche Mittelholme in mehrere Felder aufgeteilt, wodurch die Schallbretter entsprechend kürzer bleiben und sich nicht mit der Zeit verbiegen können. Dieses an sich rein technische Erfordernis verbessert gleichzeitig in idealer Weise die optische Wirkung der Jalousieanlage. Ergibt die Aufteilung jeweils noch eine geringe Überbreite, dann setzen wir entsprechend dickere Schall-Ladenbretter ein.

Alle Hölzer werden gehobelt und im doppelten Tauchverfahren imprägniert und somit gegen Pilz- und Insektenbefall vorbeugend geschützt. Je nach Kundenwunsch ist auch ein farbiger Anstrich mit der Holzschutzfarbe "Consolan" in den verschiedensten Farbtönen möglich. Sämtliche Befestigungsteile sind aus nichtrostendem Material.

Eine auf diese Weise hergestellte Jalousieanlage erfüllt nicht nur den Hauptzweck (gedämpfte Nahwirkung - ausreichende Fernwirkung), sondern verbessert auch die Voraussetzungen für eine musikalisch ausgewogene Klangentfaltung in der Glockenstube als Resonanzraum und bietet gleichzeitig Schutz gegen Vogeleinflug sowie dem Eindringen von Schnee- und Regenböen in das Innere des Turmes.

 


Fordern Sie weitere Informationen unter  info@petit-edelbrock.de an.


 


Glocken- und Kunstgiesserei Petit & Gebr. Edelbrock
Hauptstrasse 5, 48712 Gescher

Tel.: 02542 / 9333-0 Fax.: 02542 / 9333-12

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